Schule. Na großartig.
Februar 27, 2008
Nach dem Arbeiten-und-Tests-Marathon in den letzten zwei Wochen bin ich doch reichlich erschöpft. Naja, die beiden Tests sind 5 geworden. Furchtbar.
Meine Schullaufbahn begann in der Grundschule. Never mind! Da war ich eigentlich eine gute Schülerin. Ich hatte mir schon in den Kopf gesetzt, dass ich auf ein Gymnasium gehen würde und auf meinem Abschlusszeugnis stand neben einer 1 und dem Rest 2en: „Empfehlung: Gymnasium/Gesamtschule“. Juchu! Ich sah mir insgesamt drei Gymnasien an. Das erste war super, ich hatte mich gleich verliebt! Das zweite war so lala, viel zu groß. Das dritte, auf das ich eigentlich spekuliert hatte, eher ein Elite-Gymnasium wo sie nicht jeden nahmen, war extremst mies. Also: Rauf aufs 1.! Nennen wir es „Das Gymnasium“ (zu gefährlich hier zu erwähnen wie es heißt!).
Es lief eigentlich ganz gut, mein halbjährlicher Zeugnisschnitt blieb bei 2,0-2,3. Naja, das ist immer noch nicht mein Traum. Ich weiß, dass ich eigentlich mehr kann. Naja, meine Eltern und meine Lehrer wissen das eigentlich auch. Scheiß mündliche Mitarbeit! Das ist meine Schwäche und daran scheitern die 1en. Es gab immer jemand besseren als mich. Dennoch hielten mich die meisten für ein Superhirn.
In der siebten Klasse erhielt ich einen Brief von der Schule, dass ich eine Klasse überspringen könne, wenn ich wollte. Ja, klar, machen wir mal. So etwas in der Art hatte ich vermutlich sowieso schon erwartet. Dem folgten Extrastunden. Ich musste 3 Stunden pro Woche länger bleiben, um den Stoff in Mathe, Englisch und Französisch zu lernen. Das fand ich richtig toll – endlich ein Lerntempo, mit dem ich zurecht kam. Nicht zu langweilig und so weiter. In den Arbeiten dort in den Extrastunden schrieb ich stets 1en oder 2en, also war ich genau so gut, wenn nicht sogar besser als im normalen Unterricht. Dem sei hinzugefügt, dass wir eine Gruppe von sechs Schülern waren.
Dann, mit einem Schnitt von 2,3 (meinem miesesten bisher) und ein paar Freunden wurde ich vorversetzt in das zweite Halbjahr der achten Klasse. Ich hatte kaum eine Ahnung von den Leuten da, aber bald kam ich mit allen gut zurecht und wir wurden keines Falls als Streber abgestempelt.
Ich erst recht nicht, als ich mein Zeugnis mit einem Schnitt von 3,0 erhielt. Naja, klar, dass man erst einmal absackt. Besonders Französisch lag bzw liegt mir immer noch nicht – ich hatte zu wenig gelernt, und der Stoff fehlte mir jetzt (an alle Franzosen: Wenn eure Lehrer euch sagen, dass ihr keine Lücken lassen sollt: Es stimmt WIRKLICH.).
In der neunten Klasse – die ich immer noch absolviere, war es nicht viel besser. Dieses Halbjahr hatte ich einen Schnitt von 2,9. Und das kann ja wohl nicht mehr das Absacken sein! Jedenfalls habe ich jetzt zwei 5en kassiert. Wunderbar. Wenn ich diese schlechten Noten beibehalte, werde ich wohl oder übel sitzen bleiben bzw. von der Schule gehen müssen. Da habe ich ehrlichgesagt keine Lust drauf und ich sehe auch nicht ein warum ich das tun sollte. Ich begreife Stoff schneller als die meisten anderen und den Rest der Zeit, wo wir das im Unterricht durchkauen, langweile ich mich partout. Eigentlich langweile ich mich grundsätzlich. Meine mündliche Mitarbeit hat sich gebessert – um etwa 5 %. Das wird mein Jahreszeugnis auch nicht retten. Ich habe keine Ahnung, was los ist, denn eigentlich kann ich’s ja.
Ehrlichgesagt vermisse ich diesen Extraunterricht sehr. Kleinere Gruppen. Unsere jetzige Klasse hat über 30 Mitglieder. Ich hielt es für ein Gerücht, dass kleinere Klassen besser sind. Jetzt nicht mehr. Lehrer können viel mehr auf Schüler eingehen, der Stoff wird schneller durchgenommen => der Unterricht macht (insbesondere mir) mehr Spaß und ist spannender.
Neues Schulsystem, bitte. Revolution, Revolution.
Euer Freak.