Überraschungen.

April 15, 2008

Heute möchte ich über ein Zitat nachsinnieren (herrgott nochmal, bin ich aufmerksamkeitshungernd, dass ich das in der Öffentlichkeit mache…), welches ich gestern vernahm:

Manchmal gibt es im Leben Überraschungen.
Wüssten wir alles schon, wäre es langweilig.

Hm, ja. Da hat er wohl Recht. Ist die Frage, was man alles schon weiß. Nehmen wir einmal an, man hätte erst das Bewusstsein über alles, wenn man geboren wird. Man weiß, wie der erste Geburtstag wird, wann man laufen lernt, welche Kindergartenfreunde man hat, welche Streiche man spielt, welche Noten man hat, ob und/oder wieviele Beziehungen man hat, welchen Abschluss man macht, ob man studiert, ob man mal eine Familie hat, wann der Enkel Geburtstag hat usw.

Man weiß allerdings auch, was jeden Tag passiert. Alles, was Menschen mal zu einem sagen werden. Alles Leid, welches einem widerfahren wird.

Man wird mit einer unmöglichen Flut von Informationen überschüttet. Teils sind sie gut, teils interessieren sie einen nicht und teils sind sie schlecht. Wenn man also wirklich nach der Geburt sein ganzes Leben im voraus kennt, dann weiß man schon alles. Das Leben wäre also langweilig.

Allerdings ist da eine Sache, die ich überdenkenswert finde: Wenn man etwas weiß, dann denkt man es zuerst, oder? Folglich müsste man jede einzelne Information, jedes einzelne Ereignis, jedes einzelne Wort, was einem mal gesagt wird, erst einmal denken. Auch wenn die Geschwindigkeit von Gedanken nicht festgelegt ist, so ist sie dennoch begrenzt (haben Göttinger Neurophysiker herausgefunden) und man kann nicht das ganze Leben in einer Sekunde durchdenken. Folglich bräuchte man ziemlich viel Zeit. Und man denkt ja auch darüber nach, was man denkt… (theoretisch weiß man ja was man denken wird aber dann muss man das ja auch erstmal denken. Kompliziert, meine Gedankengänge…) Man bräuchte also ziemlich viel Zeit, um sein ganzes Leben zu erfassen. Vielleicht ein ganzes Leben lang? Und was ist mit dem furchtbaren Leid?

Fazit: Man stirbt, wenn man alles weiß. Das Leben wäre nicht langweilig, sondern es würde einen auf der Stelle umbringen.

Damit bekommt doch der Ausdruck du bist allwissend eine ganz andere Bedeutung! :D

Ich bin verrückt, das weiß ich auch schon.

Ich wollte das eigentlich schon gestern verfassen, aber ich war gestern so am Ende, dass es nicht mehr ging. Auch möchte ich mich für die abendlich/nächtliche/vormittägliche Abwesenheit entschuldigen; ich musste den Blog aus persönlichen Gründen „verstecken“. Und ich weiß auch nicht, warum der Header so komisch ist.

Bedenkliche Gedankengrüße

Freak.

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