Dschungelkind – Bericht.
Mai 17, 2008
Ein Buch, das meine Mutter gelesen hat. Und es mir ausdrücklich empfohlen hat- vor zwei Jahren. Nun endlich bin ich dazu gekommen, es zu lesen und – wow. Fakten:
Titel: Dschungelkind
Autorin: Sabine Kuegler
Verlag: Droemer/Knaur
Seitenzahl: 345
Preis: 8,95 €
Klappentext: ‘Was uns unvorstellbar scheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von einstigen Kannibalen. Bis sie siebzehn warh, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm in wilden Flüssen, aß Krokodilfleisch und Würmer – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach.’
Naja, also der Himmel als Dach stimmt nur so halb. Natürlich hatte die Familie Kuegler ein richtiges Dach – was nicht unlogisch erscheint in einem Regenwald. Es erscheint unvorstellbar und doch so wunderbar – Sabine Kuegler erlebt eine mehr oder weniger einfache Kindheit. Lernt viel fürs Leben. Im Dschungel. Im Buch erzählt sie von schönen Nachmittagen, lustigen Streichen und traurigen Ereignissen. Und von ihrem Leben heute – in Europa. Mein Gott, nach dem Buch hatte ich richtig Lust auf Dschungel. Wie wunderschön sie das Leben dort beschrieb, dass sie nie darum trauerte, wie ein normales Mädchen aufzuwachsen. Doch als sie dann nach Deutschland kommt, hat sie einen echten Kulturschock. Auch diese Zeit ist spannend, ihre beinah täglichen Fehler sind ziemlich amüsant. Und zu allem Überschuss ist alles wahr.
Dieses Buch kann ich ehrlich nur weiterempfehlen. Ich kenne mich jetzt jedenfalls in West-Papua aus. Besonders im Gebiet der Fayu.
Freak.
Juni 2, 2008 um 7:31
das buch hab ich auch gelesen und finde es faszinierend, wie man in so einer komplett fremden kultur aufwächst und vor allem wie es is, wenn man dann in die „moderne welt“ kommt.
ich kanns auch nur weiterempfehlen
Juli 16, 2008 um 9:37
Ich habe vor ein paar Tagen das erste Buch von Sabine Kuegler „Dschungelkind“ beendet und es regelrecht „verschlungen“. Ich war tief beeindruckt ,oft zuTränen gerührt und konnte ihre Gefühle die sie für ihre Heimat und die für ihren Stamm hatte bzw. hat sehr gut verstehen und nachvollziehen. Ich habe 5 Jahre meiner Kindheit in Cuba verbracht und hatte mit 11 als ich zurückkam in d. DDR auch einen ziemlichen Kulturschock, wenn auch nicht ganz so schlimm wie bei ihr, es waren ja auch keine 17 Jahre. Trotzdem bezeichne ich Cuba als meine 2. Heimat, engagiere mich für dieses Land. Doch viele Jahre lang konnte auch ich nicht mit Bestimmtheit sagen wo ich hingehöre, genauso wie sie. Habe das 2. Buch gerade angefangen zu lesen und es fällt mir auch wieder sehr schwer es aus der Hand legen zu müssen. Ich hätte Sie gern mal persönlich kennengelernt um mit ihr über ihre Erlebnisse zu sprechen.
Juli 17, 2008 um 11:26
Wenn ich fragen darf: Wärst du lieber ganz „normal“ aufgewachsen oder findest dus gut, dass du in Kuba aufgewachsen bist? bzw. denkst du, dass auch andere dies erleben sollten?