Die Bücherdiebin – Bericht
Juli 4, 2008
Zuerst wusste ich nicht recht, ob ich mir dieses Buch kaufen sollte oder nicht. Jetzt hasse ich mich für diese negative Überlegung, und bin froh darüber, dass ich es doch getan habe. Fakten: Titel: Die Bücherdiebin
Autor: Markus Zusak
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 592
Preis (bei Amazon): 19,95 €
Klappentext: ‘Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Karotten. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.’
Hachja. Ich finde, allein der Klappentext ist in einem besonderem Stil geschrieben (ich weiß nicht, ob dies der normale Ausdruck von Markus Zusak ist, da das mein erstes Buch von ihm ist), aber selbst dieser schon wie ich finde sehr guter Stil ist nichts zum Ausdruck IM Buch.
Denn das zeichnet das Buch aus: Der Ausdruck. Oder nein, vielmehr die Perspektive. Denn der Tod hat hier das sagen. Das wird einem sehr schnell klar. Direkt auf der ersten Seite steht eine Bemerkung: „Ihr werdet alle sterben.“ Ich habe sehr schmunzeln müssen. Der Tod hat offenbar einen wundervollen Ausdruck. Aber er lässt Dinge manchmal unerklärt, so dass man auch mal nachdenken muss. Und der Tod erzählt sehr viel, ohne es überhaupt zu erzählen. Denn „Die Bücherdiebin“ ist definitiv auch ein Buch zum Zwischen-Den-Zeilen-Lesen. Und zwischen den Zeilen findet man zum Beispiel Liebe oder politische Statements. Die Geschichte von Liesel ist faszinierend. Das Buch spielt im zweiten Weltkrieg, und trotz dieser tristen und unschönen Zeit findet Liesel schöne Dinge, die sie erfreuen. Sei es Max, der Faustkämpfer mit den Federhaaren oder der aufdringliche Rudi, der ihr stets zur Seite steht. Es gibt viele Charaktere, die zwar auf den ersten Blick nicht… wie soll ich sagen… liebenswert erscheinen, aber sie sind es doch.
Fazit: Das wundervollste Buch, das ich je gelesen habe; ich kann es gar nicht genug loben.
Übrigens ist das Buch selbst in einem wunderbaren Einband, der sich einfach total toll anfühlt. Und der Ausdruck ist für werdende Autoren (wie mich) wirklich sehr inspirierend. (Auch wenn ich Angst habe, jetzt etwas neues zu schreiben, weil ich weiß, dass es nie so wundervoll werden wird.) Unbedingt lesen.
Freak.